Personalpronomen gehören zu den wichtigsten Pronomen der deutschen Sprache. Sie ersetzen Personen, Tiere oder Sachen, damit Namen und Substantive in einem Text nicht ständig wiederholt werden müssen.
Typische Personalpronomen sind ich, du, er, sie, es, wir, ihr und sie. Ihre Form hängt davon ab, welche Person gemeint ist und welchen Kasus das Pronomen im Satz hat.
Beispiel:
- Meine Mutter geht einkaufen.
- Sie kauft Milch und Eier.
Im zweiten Satz ersetzt das Personalpronomen „sie“ das Substantiv „meine Mutter“. Dadurch wirkt der Text natürlicher und Wiederholungen werden vermieden.
Was ist ein Personalpronomen?
Ein Personalpronomen wird auch als persönliches Fürwort bezeichnet. Es steht stellvertretend für eine Person, ein Tier oder eine Sache.
Personalpronomen können außerdem zeigen, wer spricht, wer angesprochen wird oder über wen beziehungsweise was gesprochen wird.
Beispiele:
- Ich lerne Deutsch.
- Du kommst morgen.
- Er arbeitet heute.
- Sie liest ein Buch.
- Es liegt auf dem Tisch.
Wozu werden Personalpronomen verwendet?
Personalpronomen haben mehrere wichtige Funktionen. Sie können:
- Substantive ersetzen und Wiederholungen vermeiden,
- den Sprecher oder die Sprecherin bezeichnen,
- eine oder mehrere Personen ansprechen,
- auf bereits bekannte Personen, Tiere oder Sachen verweisen.
Beispiel:
- Mein Bruder hat ein neues Fahrrad. Er fährt jeden Tag damit.
Das Pronomen „er“ ersetzt hier „mein Bruder“.
Welche Personalpronomen gibt es im Deutschen?
Personalpronomen im Singular
- ich = 1. Person Singular – die sprechende Person
- du = 2. Person Singular – die angesprochene Person
- er = 3. Person Singular, maskulin
- sie = 3. Person Singular, feminin
- es = 3. Person Singular, neutrum
Personalpronomen im Plural
- wir = 1. Person Plural – die sprechende Person zusammen mit anderen
- ihr = 2. Person Plural – mehrere angesprochene Personen
- sie = 3. Person Plural – mehrere Personen, Tiere oder Sachen, über die gesprochen wird
Wie werden Personalpronomen dekliniert?
Personalpronomen verändern ihre Form je nach Kasus. Besonders wichtig sind Nominativ, Akkusativ und Dativ.
Personalpronomen im Singular
| Kasus | 1. Person | 2. Person | 3. Person maskulin | 3. Person feminin | 3. Person neutrum |
|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | ich | du | er | sie | es |
| Genitiv | meiner | deiner | seiner | ihrer | seiner |
| Dativ | mir | dir | ihm | ihr | ihm |
| Akkusativ | mich | dich | ihn | sie | es |
Personalpronomen im Plural
| Kasus | 1. Person | 2. Person | 3. Person |
|---|---|---|---|
| Nominativ | wir | ihr | sie |
| Genitiv | unser | euer | ihrer |
| Dativ | uns | euch | ihnen |
| Akkusativ | uns | euch | sie |
Der Genitiv von Personalpronomen kommt im heutigen Alltagsdeutsch nur selten vor. Für Lernende sind vor allem Nominativ, Akkusativ und Dativ wichtig.
Personalpronomen im Nominativ, Akkusativ und Dativ
Nominativ
Im Nominativ steht das Personalpronomen meistens als Subjekt des Satzes.
- Ich lerne Deutsch.
- Sie arbeitet in Berlin.
- Wir fahren morgen nach Hamburg.
Akkusativ
Im Akkusativ kann das Personalpronomen ein Akkusativobjekt ersetzen.
- Ich sehe meinen Bruder. → Ich sehe ihn.
- Sie kauft das Buch. → Sie kauft es.
- Er besucht seine Freunde. → Er besucht sie.
Dativ
Im Dativ kann das Personalpronomen ein Dativobjekt ersetzen.
- Ich helfe meinem Bruder. → Ich helfe ihm.
- Sie gibt ihrer Mutter das Buch. → Sie gibt ihr das Buch.
- Der Lehrer erklärt den Schülern die Aufgabe. → Der Lehrer erklärt ihnen die Aufgabe.
Wie verwendet man Personalpronomen im Satz?
Personalpronomen als Subjekt
Personalpronomen können das Subjekt eines Satzes ersetzen.
Beispiel:
- Mein Freund hat sein Mobiltelefon verloren.
- Er hat sein Mobiltelefon verloren.
Das Personalpronomen „er“ ersetzt das Subjekt „mein Freund“.
Personalpronomen als Objekt
Personalpronomen können auch Objekte ersetzen.
Beispiel:
- Mein Freund hat sein Mobiltelefon verloren.
- Er hat es verloren.
Das Personalpronomen „es“ ersetzt das Akkusativobjekt „sein Mobiltelefon“.
Ein weiteres Beispiel:
- Meine Schwester trägt das rote Kleid.
- Sie trägt es.
„Sie“ ersetzt „meine Schwester“, während „es“ für „das rote Kleid“ steht.
Gibt es eine Höflichkeitsform?
Ja. Die Höflichkeitsform lautet Sie und wird immer großgeschrieben. Sie wird verwendet, wenn eine oder mehrere Personen höflich und formell angesprochen werden.
Beispiele:
- Wie heißen Sie?
- Kommen Sie morgen zur Prüfung?
- Kann ich Ihnen helfen?
Die zugehörigen Formen werden ebenfalls großgeschrieben, zum Beispiel Ihnen und Ihr.
Häufige Fehler bei Personalpronomen
- Falscher Kasus:
❌ Ich helfe ihn.
✅ Ich helfe ihm. - Verwechslung von „sie“ und „Sie“:
sie = 3. Person Singular feminin oder 3. Person Plural
Sie = Höflichkeitsform - Falsches Genus:
Das Buch liegt hier. Es gehört mir.
Nicht: ❌ Er gehört mir.
Übungen zu Personalpronomen
Ersetzen Sie das markierte Subjekt durch das passende Personalpronomen im Nominativ.
- Meine Mutter hat Nudeln gekocht.
- Der Junge spielt gerne Fußball.
- Unser Haus ist gemütlich.
- Die Schülerin kann schon lesen.
Lösungen:
- Sie hat Nudeln gekocht.
- Er spielt gerne Fußball.
- Es ist gemütlich.
- Sie kann schon lesen.
Lesen Sie auch unseren Beitrag zu Reflexivpronomen.
Empfohlenes Niveau B1 nach GER
Bereiten Sie sich auf Ihre Deutschprüfung vor
Sie lernen Deutsch auf einem bestimmten Niveau und möchten Ihre Kenntnisse gezielt für eine Prüfung trainieren?
Bei Worldwide Bildungswerk können Sie Ihre
A1–C2 Deutschprüfung mit GER-Zertifikat
online über Zoom oder vor Ort in Berlin ablegen.
Mit unseren Prüfungsvorbereitungskursen können Sie sich gezielt auf die Prüfung vorbereiten.
Nutzen Sie unser Lernzentrum, eine Probeprüfung und weitere Übungen zur Vorbereitung auf die Prüfung.
