Artikel „der“ im Deutschen: Regeln und Beispiele

Artikel der im Deutschen mit maskulinen Nomen und typischen Endungen

Der bestimmte Artikel „der“ wird im Deutschen vor allem bei maskulinen Nomen verwendet. Beispiele sind der Mann, der Schüler, der Professor oder der Ingenieur.

Das grammatische Geschlecht eines Nomens lässt sich jedoch nicht immer sicher aus seiner Bedeutung erkennen. Deshalb ist es sinnvoll, neue Nomen möglichst immer zusammen mit ihrem Artikel zu lernen. Bestimmte Wortgruppen und Wortendungen können dabei helfen, maskuline Nomen leichter zu erkennen.

Wann verwendet man den Artikel „der“?

Der Artikel „der“ steht im Singular bei maskulinen Nomen im Nominativ.

Beispiele:

  • der Mann
  • der Schüler
  • der Professor
  • der Maler
  • der Ingenieur

Beispielsätze:

  • Der Mann wartet an der Haltestelle.
  • Der Schüler schreibt einen Test.
  • Der Ingenieur arbeitet an einem neuen Projekt.

Wichtig: Im Akkusativ verändert sich der bestimmte Artikel bei maskulinen Nomen:

  • Nominativ: der Mann
  • Akkusativ: Ich sehe den Mann.

„Der“ bei maskulinen Nomen

Bei Personenbezeichnungen kann das natürliche Geschlecht häufig einen Hinweis auf das grammatische Geschlecht geben.

Beispiele:

  • der Vater
  • der Sohn
  • der Lehrer
  • der Arzt
  • der Student

Bei vielen anderen Nomen lässt sich das Genus jedoch nicht allein aus der Bedeutung erkennen. Deshalb sollten Artikel und Nomen möglichst zusammen gelernt werden.

Typische Wortgruppen mit dem Artikel „der“

Bei einigen Wortgruppen sind viele Nomen maskulin. Diese Gruppen können beim Lernen eine hilfreiche Orientierung geben.

Tageszeiten, Wochentage und Monate

Viele Bezeichnungen für Tageszeiten sind maskulin:

  • der Morgen
  • der Mittag
  • der Abend

Ausnahme: die Nacht

Wochentage sind maskulin:

  • der Montag
  • der Mittwoch
  • der Freitag
  • der Sonntag

Auch Monatsnamen sind maskulin:

  • der Januar
  • der April
  • der Juni
  • der September

Jahreszeiten und Himmelsrichtungen

Die Jahreszeiten sind maskulin:

  • der Frühling
  • der Sommer
  • der Herbst
  • der Winter

Auch die Himmelsrichtungen werden als Nomen maskulin verwendet:

  • der Norden
  • der Süden
  • der Osten
  • der Westen

Wettererscheinungen

Viele Bezeichnungen für Wettererscheinungen sind maskulin:

  • der Regen
  • der Schnee
  • der Wind
  • der Sturm
  • der Blitz

Auch in dieser Gruppe gibt es Ausnahmen, zum Beispiel die Wolke oder das Gewitter.

Automarken und Züge

Automarken werden im Deutschen häufig maskulin verwendet, wenn ein einzelnes Auto gemeint ist.

  • der VW
  • der Fiat
  • der Renault

Auch viele Zugbezeichnungen sind maskulin:

  • der Zug
  • der ICE
  • der Regionalexpress

Ausnahme: die Bahn

Alkoholische Getränke

Viele Bezeichnungen für alkoholische Getränke sind maskulin:

  • der Wein
  • der Schnaps
  • der Gin
  • der Rum

Diese Regel gilt jedoch nicht für alle Getränke.

Beispiele für Ausnahmen:

  • das Bier
  • die Bowle

Welche Wortendungen deuten auf maskuline Nomen hin?

Bestimmte Wortendungen sind ein guter Hinweis darauf, dass ein Nomen maskulin ist. Einige Endungen sind sehr zuverlässig, andere nur eine Orientierung.

Nomen auf -ling, -ismus und -ist

Diese Endungen sind sehr häufig maskulin.

  • -ling: der Schmetterling, der Frühling, der Lehrling
  • -ismus: der Kapitalismus, der Tourismus, der Journalismus
  • -ist: der Journalist, der Pianist, der Maschinist

Nomen auf -or

Viele Nomen mit der Endung -or sind maskulin.

  • der Professor
  • der Motor
  • der Reaktor
  • der Direktor

Personenbezeichnungen auf -ant und -ent

Viele Personenbezeichnungen mit den Endungen -ant und -ent sind maskulin.

  • -ant: der Demonstrant, der Praktikant, der Lieferant
  • -ent: der Student, der Präsident, der Patient

Die Endung allein ist jedoch keine ausnahmslose Genusregel für alle Wörter.

Zum Beispiel:

  • das Restaurant
  • das Deodorant

Diese Wörter enden zwar auf „-ant“, sind aber neutral.

Nomen auf -er und -ig

Viele Nomen mit den Endungen -er oder -ig sind maskulin.

Beispiele mit -er:

  • der Computer
  • der Drucker
  • der Fahrer
  • der Lehrer

Es gibt jedoch zahlreiche Ausnahmen, zum Beispiel:

  • das Fenster
  • die Butter

Beispiele mit -ig:

  • der König
  • der Honig
  • der Essig

Auch diese Endung sollte eher als Hinweis und nicht als ausnahmslose Regel verstanden werden.

Wann ist „der“ keine sichere Regel?

Bei vielen deutschen Nomen lässt sich der Artikel nicht zuverlässig aus der Wortbedeutung oder der Wortendung ableiten.

Deshalb ist es empfehlenswert, neue Wörter immer zusammen mit ihrem Artikel zu lernen:

  • nicht nur: Tisch
  • sondern: der Tisch
  • nicht nur: Lampe
  • sondern: die Lampe
  • nicht nur: Fenster
  • sondern: das Fenster

Brauchen Verben, Adjektive und Adverbien einen Artikel?

Artikel gehören grundsätzlich zu Nomen beziehungsweise Nominalgruppen. Verben, Adjektive und Adverbien erhalten deshalb nicht einfach einen Artikel wie ein Nomen.

Beispiele:

  • Verb: lernen → Ich lerne Deutsch.
  • Adjektiv: schön → Der Tag ist schön.
  • Adverb: heute → Heute ist das Wetter schön.

Andere Wortarten können jedoch substantiviert werden und dann einen Artikel erhalten.

Beispiele:

  • das Lernen
  • das Schöne
  • der Reisende

Häufige Fehler mit dem Artikel „der“

  • Artikel vor einem Verb:
    ❌ der lernen
    ✅ lernen
  • Artikel vor einem Adverb:
    ❌ der heute ist schön
    ✅ Heute ist es schön.
  • Falsches Genus:
    ❌ die Sommer
    ✅ der Sommer
  • Nominativ und Akkusativ verwechseln:
    ✅ Der Mann kommt.
    ✅ Ich sehe den Mann.

Übungen zum Artikel „der“

Entscheiden Sie, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.

  1. Verben benötigen im Deutschen grundsätzlich einen maskulinen Artikel.
  2. Der Satz „Der heute ist schön“ ist grammatisch korrekt.
  3. Adjektive benötigen nicht automatisch einen Artikel.
  4. Wochentage sind im Deutschen maskulin.
  5. Die Endung „-ling“ ist ein starker Hinweis auf ein maskulines Nomen.

Lösungen:

  1. Falsch
  2. Falsch
  3. Richtig
  4. Richtig
  5. Richtig

Artikel der im Deutschen mit maskulinen Nomen und typischen Endungen

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